Reinhard-Schulz-Preis für zeitgenössische Musikpublizistik

Zeitgenössische Musik hat es oft schwer, in den Feuilletons, im Hörfunk oder im Fernsehen Aufmerksamkeit, Beachtung, ja oft nur Erwähnung zu finden. Für tief greifende oder umfassende Reflexion fehlen Platz und Sendezeit, so das häufige Argument. Wenn denn nun doch ein Ereignis wie die Donaueschinger Musiktage oder Veranstaltungen bei der musica viva, der Münchener Biennale für neues Musiktheater, bei den Klangspuren Schwaz, beim steirischen herbst oder beim Lucerne Festival in den Medien präsentiert werden, fehlen oft Einschätzungsvermögen, Begeisterung sowie journalistisches Vermittlungstalent.

Diese Gaben vereinigte Reinhard Schulz (1950-2009) auf repräsentative Art. Als äußerst kompetenter Hörer und Beobachter aller zeitgenössischer Musik gelang ihm auf wunderbare Weise eine Symbiose von leidenschaftlicher Hingabe einerseits und verantwortungsvoller Bewertung andererseits, die sich auch in einer enormen Wertschätzung seiner Persönlichkeit widerspiegelte. Nach dem Tod von Reinhard Schulz wurden recht schnell Defizite hinsichtlich der Präsenz von Kritik neuer Musik in den verschiedenen Medien wahrgenommen.

Vom Ton zum Text - Radio-Feature zum Schulzpreis 2012

Preisträger und Autor im Gespräch. Foto: Petra Basche

Martin Hufner stellt in seinem Feature für BR-KLASSIK den Reinhard-Schulz-Preis für zeitgenössische Musikpublizistik und seinen ersten Preisträger vor. Zu Wort kommen Lothar Knessl, Sven Hartberger, Robert Höldrich, Andreas Kolb, Wolf Loeckle, Reinhard Schulz und Patrick Hahn. Der Autor bedankt sich bei allen Interviewpartnern aufs Höflichste. Die Sendung wird bereitgestellt vom Bayerischen Rundfunk. Erstausstrahlung der Sendung war am 13. November 2012, 21:15 auf BR-KLASSIK (Redaktion: Helmut Rohm).

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Reinhard-Schulz-Preis 2012 für zeitgenössische Musikpublizistik an den deutschen Publizisten und Dramaturgen Patrick Hahn verliehen

Patrick Hahn hat den Reinhard-Schulz-Preis für zeitgenössische Musikpublizistik 2012 erhalten

Im Rahmen des musikprotokolls wurde am 06.Oktober 2012 erstmals der Reinhard-Schulz-Preis für zeitgenössische Musikpublizistik an den deutschen Publizisten und Dramaturgen Patrick Hahn verliehen.

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Laudatio Wolf Loeckle

Wolf Loeckle (rechts): Laudatio in der Thalia beim musikprotokoll im steierischen herbst in graz

Wenn einer weiß, dass er nichts falsch machen darf, flacht die Intensität der Interpretation unausweichlich ab. Geht ein Gutteil der Konzentration doch in den Perfektionswahn. Früher waren die Menschen in solchen Zusammenhängen durchaus milder... Der Druck, den die Marke perfekt und fehlerfrei auslöst, vorgegeben von der perfekten Studioproduktion - vor Augen und Ohren der Techniker - setzt Maßstäbe. Den Kontrast bietet das direkte Konzert in frontaler Begegnung mit dem Publikum. Und da wie dort werden Stress-Hornone produziert. Das Live-Konzert leidet darunter.

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Foto-Galerie Preisverleihung 2012

Es folgen ein paar Eindrücke von der Preisveleihung.

Alle Fotos von Petra Basche und Martin Hufner (HuPe-kollektiv)

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Meret Forster im Gespräch mit Patrick Hahn

Patrick Hahn vor dem Auditorium in Graz. Foto: HuPe-Kollektiv

Im Anschluss an die Preisverleihung unterhielt sich Meret Forster vom Bayerischen Rundfunk mit Patrick Hahn über den Preis und den aktuelllen Begriff der Musikpublizistik. Die Erstsendung erfolgte am 8.10.2012 auf BR-KLASSIK.

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Die Jury hat entschieden

Die Jury des Reinhard Schulz-Kritikerpreises tagte am 16. Juni 2012 und entschied sich für einen Preisträger. Der Preis wird am 6. Oktober um 21 Uhr im Anschluss eines Konzerts des Klangforum Wien beim musikprotokoll im steirischen herbst in Graz verliehen.

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